Körperpsychotherapie bezieht den Körper bewusst in den therapeutischen Prozess mit ein. Denn Druck, Scham, Angst oder alte Erfahrungen zeigen sich nicht nur in Gedanken — sondern oft auch im Körper: in Anspannung, Rückzug, innerem Alarm, Taubheit, Kontrolle oder dem Gefühl, nicht richtig spüren zu können.
In meiner Arbeit kann das bedeuten, dass wir neben dem Gespräch auch mit Wahrnehmung, Atmung, Körperempfinden, Regulation und kleinen Erfahrungsräumen arbeiten. Nicht, um etwas zu erzwingen, sondern um wieder mehr Sicherheit, Kontakt und Verbindung im eigenen System entstehen zu lassen.
Gerade bei Erektionsproblemen kann das hilfreich sein, weil Erregung nicht nur im Kopf entsteht. Sie braucht auch ein Nervensystem, das genug Sicherheit empfindet, um loszulassen, zu spüren und Nähe zuzulassen.